Babycare in der Bayernkaserne

Letzten Samstag war wieder mal eine unserer InfoIMG_6987-Veranstaltungen rund ums Thema Baby in der Bayernkaserne. Es kamen auch 15 nigerianische Frauen aus der Unterkunft in Fürstenfeldbruck. Nachem wir beim letzten Mal Männer zugelassen hatten, haben wir es nun wieder auf Frauen beschränkt: So kann man viel offener über Themen wie Beschneidung und Frauenrechte reden. Die Veranstaltung lief wieder in Kooperation mit dem Verein Heimatstern. Nächster Termin in der Bayernkaserne ist am 8.12. , Anmeldungen gerne an Margit Merkle, info@fluechtlingshilfe-muenchen.de.

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Ausflug in den Englischen Garten

DerzIMG_2018-09-07_07-34-57eit sind so viele Familien in der Unterkunft Lotte-Branz-Straße, dass wir beschlossen, wieder einmal zu einem gemeinsamen Ausflug in den Englischen Garten einzuladen. Nachdem wir den Biergarten Aumeister angeschrieben hatten, spendierte dieser 20 halbe Hendl mit Breze und für alle ein Getränk. So ging es mit 6 Damen, 7 Herren und 9 Kindern aus Iran, Syrien, Nigeria, Gambia, Sierra Leone, Somalia, Palästina und Myanmar los und wir verbrachten einen tollen Nachmittag mit Fußball und leckerem Essen. Ganz herzlichen Dank an den Aumeister!

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Als Referenten bei der Stadt München

IMG_2018-07-20_12-57-30Diese Woche waren wir mit zwei Flüchtlingen (Adnan aus Syrien und Elvis aus Nigeria) und einem Vereinsmitglied (Serena) bei einem Projekttag im Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Stadt München. In einem Workshop mit rund 40 Mitarbeitern/innen ging es um das Thema “Angekommen”. Wir wurden mit Fragen bombardiert, und es war für alle Beteiligten sehr informativ und auch emotional.

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Appell an die bayerischen Wähler/innen zur Landtagswahl 2018: Menschenwürde statt Abschiebehysterie!

Flüchtlinge haben keine Stimme bei der Wahl zum Bayerischen Landtag. Bitte bedenken Sie deren Situation bei Ihrer Wahlentscheidung

Die CSU-geführte bayerische Staatsregierung hat in den letzten Jahren massiv in Abschreckung und Abschiebung investiert. Die Erstaufnahmeeinrichtungen für neu ankommende Flüchtlinge und die Transitzentren wurden in „AnKER-Zentren“ umgewandelt. Flüchtlinge können dort zeitlich unbegrenzt bis zur Ausreise oder Abschiebung festgehalten werden. Nur wer vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anerkannt wird oder ein Aufenthaltsrecht vor Gericht erstreitet, darf diese Sammellager verlassen.

Die Flüchtlinge sind dort in Mehrbettzimmern hinter hohen Zäunen untergebracht, rund um die Uhr kontrolliert von Sicherheitsdiensten und Polizei. Sie dürfen nicht arbeiten, bekommen keine Deutsch- und Integrationskurse und dürfen Stadt oder Landkreis nicht verlassen. Sie werden in die Abhängigkeit von Sozialleistungen gezwungen, die mehrheitlich als Sachleistung gewährt werden. Kinder und Jugendliche dürfen nicht am regulären Schulunterricht teilnehmen. Der Zugang zu Beratung und anwaltlicher Vertretung ist stark eingeschränkt, die Anerkennungsquoten in Bayern sinken deshalb teils deutlich unter die in anderen Bundesländern. Eigene Integrationsleistungen werden unmöglich gemacht.

Die Arbeit der zentralen Abschiebebehörden (ZAB) mit rund 1000 Mitarbeiter*innen, die im neuen Landesamt für Asyl und Abschiebungen aufgegangen sind, zielt ausschließlich auf die Vorbereitung und Durchführung von Abschiebungen. Eine Abwägung zwischen Integrationsleistung und Durchsetzung der Ausreise findet in diesen Behörden nicht statt. Die ZAB unterstellt stattdessen einer großen Zahl von Flüchtlingen eine schlechte Bleibeperspektive und setzen sie unter Druck auszureisen. Aufenthaltsverfestigung ist nicht gewollt, als Erfolg gelten ausschließlich Ausreise oder Abschiebung. Den massiven Abschiebedruck bekommen die Flüchtlinge direkt zu spüren, selbst vor der Abschiebung hochschwangerer Frauen und der Trennung von Familien schrecken die ZABs nicht zurück.

Die sprachliche und berufliche Förderung von Flüchtlingen spielt nur noch eine randständige Rolle. Das lobenswerte bayerische Modell der Berufsintegrationsklassen gibt es zwar noch, aber eine notwendige Weiterentwicklung und Qualitätssteigerung scheitert an der restriktiven Haltung des Innenministeriums. An Schulen und Berufsschulen fragen sich junge Flüchtlinge, ob sich das Lernen noch lohnt, wenn ihnen die Ausländerbehörde die Aufnahme einer Ausbildung verbietet.

Viele Flüchtlinge werden durch die dominierenden Arbeits- und Ausbildungsverbote und begleitende Drohungen mit Abschiebung verunsichert. Die bundesgesetzliche 3+2-Regelung, die es Flüchtlingen auch nach Ablehnung ihres Asylantrags ermöglicht, eine Ausbildung aufzunehmen und sich darüber ein Aufenthaltsrecht zu erwerben, wird in Bayern unterlaufen. Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber*innen ziehen sich zurück, zu aufreibend ist der bürokratische Aufwand mit den Ausländerbehörden.

Die anhaltende Verunsicherung vieler Flüchtlinge verhindert, dass Traumatisierung und psychische Wunden heilen können. Perspektivlosigkeit und Angst vor Abschiebung lassen die Zahl der Suizide und Suizidversuche ansteigen. Bei jeder Sammelabschiebung verschwinden zahlreiche Flüchtlinge, sie tauchen unter oder flüchten weiter in andere EU-Staaten in der Hoffnung, dort Schutz und eine Perspektive zu erhalten. Diese Staaten schicken einen Teil der Flüchtlinge wiederum im Rahmen des Dublin-Verfahrens zurück und steigern so die Zahl der sinnfreien innereuropäischen Abschiebungen.

Nicht nur auf den Flüchtlingen, auch auf Ehrenamtlichen, Lehrkräften, Sozialberatungen und anderen mit Integration befassten Stellen lastet die bayerische Politik als eine immer schwerer zu tragende Bürde. Wie kann man Flüchtlinge so unterstützen, dass sie die Unterbringung in Sammellagern für viele Monate und Jahre überstehen, ohne psychisch Schaden zu nehmen? Wie kann man ihnen eine sinnvolle Perspektive für ihr Leben aufzeigen? Wie kann man sie motivieren, Deutsch zu lernen oder einen Beruf, wenn die Behörden dann die Arbeit nicht erlauben? Und wie soll man ihnen vermitteln, warum ihre Situation in Bayern so viel schlechter ist als in anderen Bundesländern?

Anstatt Millionen von Steuergeldern für den Aufbau und Betrieb von Sammellagern, für Sicherheitspersonal und Abschiebebehörden zu vergeuden, wäre es jetzt an der Zeit, endlich Teilhabe zu fördern und in eine gelingende Integration zu investieren. Denn die Zuwanderung der Flüchtlinge ist nicht das Drama, das die Staatsregierung daraus macht. Ein Großteil der abgelehnten Flüchtlinge wird trotz aller Abschiebehysterie über viele Jahre in Bayern bleiben. Sie brauchen schnell Integrationskurse, um sich verständigen zu können und sich in der Gesellschaft zurechtzufinden. Sie sollen arbeiten und Ausbildungen aufnehmen dürfen und sich so ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu können. Sie brauchen Unterstützung beim Aufbau von Perspektiven für ihr Leben in Bayern durch geeignete Beratungsstellen.

Weil Flüchtlinge bei der Landtagswahl nicht wählen dürfen und sich deshalb nicht selbst für ihre Interessen einsetzen können, appellieren wir an Sie, die bayerischen Wähler*innen:

Bitte berücksichtigen Sie bei ihrer Wahlentscheidung den gesellschaftlichen Frieden und die Würde aller Menschen in Bayern. Geben Sie ihre Stimme nicht denjenigen, die Flüchtlingen ablehnend und feindselig gegenüberstehen und sie nur als Objekte für Abschreckung und Abschiebung betrachten. Achten Sie darauf, dass Sie Parteien wählen, die Teilhabe und Integration zur zentralen Gestaltungsaufgabe der Politik machen.

Alle Unterzeichner/innen des Appells finden sich hier.

 

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Stadtrundfahrt

ImStadtrundfahrtmer wieder unternehmen wir Stadtrundfahrten, diesmal mit 15 Geflüchteten aus der Unterkunft Lotte-Branz-Straße, Schüler/innen aus einem Deutschkurs von uns aus Uganda, Nigeria, Kongo, Jemen, Albanien, Palästina und Mosambik. Sie waren alle sehr begeistert von unserer wunderschönen Stadt München und sehr interessiert. Die Karten wurden von der AutobusOberbayern GmbH Gray Line SIGHTseeing München gespendet, vielen Dank dafür!

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Auszeichnung als “Wertebotschafter”

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Foto: Johann Miedl

Neben vielen anderen Initativen wurden wir bei der Aktion “Wertebotschafter” des Gewinn-Sparvereins der Sparda-Bank München ausgezeichnet und erhalten 2.500 Euro. Wir freuen uns über die Unterstützung und danken ganz herzlich dafür!

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25 Jahr Mohr-Villa

Mohrvilla JubiläumDie Mohr-Villa, mit der wir immer wieder kooperieren, feierte ihr 25-jähriges Jubiläum. Wir haben auf dem Fest mit einigen Flüchtlingen afrikanisches Essen finanziert und verkauft. Der Erlös ging teilweise an die Köche/innen aus Nigeria, Uganda und Afghanistan, der Rest an die Mohrvilla zur Unterstützung weiterer Projekte, wie unseres monatlich stattfindenden Kunst-Workshops für Geflüchtete und Einheimische.

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Verteilung von Babyschlafsäcken

IMG_3685Heute haben wir in der Erstaufnahme in der McGraw-Kaserne Babyschlafsäcke verteilt. Unterstützt wurden wir vom Nähprojekt “Slings for refugees – Das Original”. 15 Babys konnten im Rahmen der Aktion mit Sommerschlafsäcken versorgt werden, damit ihr gesunder Schlaf sichergestellt ist.

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Veranstaltung zu Schwangerschaft, Geburt und Babypflege

FullSizeRenderHeute hatten wir eine Veranstaltung zu den Themen Schwangerschaft, Geburt, Babypflege und  Ernährung in der Lernwerkstatt Halle 36. Es war ein sehr intensiver Tag mit interessierten Frauen, spontan auf Englisch und Französisch, da viele Frauen aus dem Kongo da waren, Heiterkeit vorprogrammiert! Die Veranstaltung organisierten wir mit dem Verein Heimatstern, der sich um Verpflegung und Kinderbetreuung kümmerte, während wir den fachlichen Input sowie die Erstlingspakete beisteuerten.

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Radspenden sehr gefragt

WFotoir bitten momentan besonders um das Spenden gebrauchstüchtiger Fahrräder für die Radlwerkstatt in der Bayernkaserne. Räder werden zum Weg zur Schule oder zur Arbeit benötigt. Nicht zu vergessen, die Freude, die Kinder und Jugendliche mit den Rädern in ihrer Freizeit haben. Kleinere Defekte wie platte Reifen oder nicht funktionierende Beleuchtung werden von ehrenamtlichen Helfern repariert. Auch Kindersitze und Anhänger sind begehrt. Spenden können bei bei der Wache an der Bayernkaserne, Heidemannstraße 50, abgegeben werden.

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